Rarotonga Island

Fische und Meeresbewohner auf Cook Island

Auf Rarotonga haben wir sehr wenig Fisch gegessen. Der Grund ist einfach, es gibt keinen zu kaufen. Auf den Polynesischen oder in Panama, gab es auf jeder Straße einen Fischer oder Fischverkäufer und man konnte Tagesfrischen Fisch kaufen. Nicht so auf Rarotonga. Vielleicht auch weil das Fischen in der Lagune verboten ist. Wenn Fisch kommt geht alles in die Hotels für einen guten Preis. Die Inselbewohner kaufen im Supermarkt ein. Neuseelandlamm ist günstig und auch gut. Geht man aber am Strand oder in der Lagune sieht man sehr sehr viele Fische und vor allem richtige Exoten und ziemlich Große. In der Lagune sind Führungen von Touristen nicht erlaubt und das ist sehr gut so, die würden alles zertrampeln. Die Lagune ist ein sehr sensibler Lebensraum, John hat mir viel gezeigt und ich habe dabei gelernt mich in der Lagune zu bewegen ohne Schaden anzurichten. Die Langune war schon komplett Leergefischt, mit Netzen und Dynamit wurde alles rausgesfischt. Jetzt ist fischen nur mehr den Raros erlaubt. Der Fischbestand hat sich gut erholt und ist den Raros auch sehr wichtig. Sie kontrollieren sich selber, brauchen dazu keine Beamten. >> Zur Lagune

Zu Gast bei Freunden

Wir wohnen direkt an der Beach von Muri bei John, das ist Südsee Pur, unendlicher weißer Strand, Palmen und wenige Touristen. Für mich auch sehr wichtig, ich habe nicht weit zu einem Market, eine Holzhütte, da gibt es eisgekühltes, fruchtiges "Matatu"-Bier von der inseleigenen Brauerei. Das ist Lebensqualität. Einheimische nennen Rarotonga auch no no Island, es gibt keinen Mc Donalds und auch keine Shoppingcenters. Wenn man einkaufen will geht man auf den Markt, wo die Einheimischen vom Auto direkt herunter oder von kleinen Hütten verkaufen. Da gibt es Obst, Gemüse, Muscheln und Bastelsachen als Souveniers. Die Strandspaziergänge sind phantastisch, nur Strand Kilometerlang. Das ist aber nur auf unserer Seite so, Richtung Stadt ist es dann dicht verbaut. Wir haben wieder einmal ganz super erwischt und genießen jede Minute auf dieser Insel. Auf der Landseite stehen dicht von Tropenwald bewachsene Hügel, der obere Gipfel heißt Nadel und ist meistens von einem zarten Nebel umgeben. Im Wald ist es feucht und nass ein richtiger Tropenwald. Es ist also egal, in welche Richtung man schaut überall traumhafte Motive.
Wir fahren heute erstmals mit dem Bus. Die Fahrkarte kostet 8 Neuseelänische Dollar, € 4,0 egal von wo. Es gibt acht fixe Busstationen. Aber man kann den Bus auch einfach anhalten, meistens bleibt er stehen. Jede gerade Stunde fährt der Bus im Uhrzeigersinn und jede ungerade Stunde entgegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Wir besorgen uns lieber Fahrräder, es ist ja wenig Verkehr und wir sind damit unabhängig. Mit den Rädern geht es gut, eine Inselumrundung ist ja nur 32 km. In der Früh zu Bäcker oder zum Marktstand, alles ist einfacher. Das Brot ist ok, sonst sin die Lebensmittel ausgezeichnet und kosten nicht einmal den halben Preis wie in Tahiti. In die Inselhauptstadt Avarua brauche ich eine knappe Stunde. In Avarua leben ca 2000 Einwohner.
Die Strandspaziergänge sind phantastisch, nur Strand Kilometerlang. Das ist aber nur auf unserer Seite so, Richtung Stadt ist es dann dicht verbaut. Das mit den Fahrrädern taugt mir, zu fuß kannst du vergessen. Nach einer Stunde ist es langweilig, die Insel ist zu klein für besondere Erkundungen.

Tere Moana, unsere Freundin auf Rarotonga. In langen Gesprächen lernen wir die Insel aus Ihrer Sicht kennen. Hey darling, we say thank you for the beautiful hours.

Die Hundefänger von Rarotonga

Es gibt überdurchschnittlich viele Hunde auf der Insel. Die laufen am Strand toben und spielen und sind sehr anhänglich. Sobald jemand geht kommen sie und begleiten einen bis nach Hause. Zwei ganz schöne weiße Labrador waren gleich bei uns und übernachten vor der Hütte. Das sind perfekte Fischer und sie fressen die gefangenen Fische auch gleich. Ihnen zuschauen wie sie in der Langune Fischen ist echt lustig. Der eine treibt sie vor sich her der andere fängt sie dann. Nicht füttern sagt der John sonst bringen wir sie nicht mehr los. Die schauen so treuherzig das die Fini aber nicht wiederstehen kann. Auf einmal sind sie weg, was ist los fragt die Fini. Die Thiery erklärt uns das es Hundefänger auf der Insel gibt und Hunde die in der Nacht frei herumlaufen werden gefangen und gegessen, das wird auf der Insel als ganz normal angesehen. Niemand denkt sich was dabei. Wir sind schon etwas traurig um unsere zwei Freunde. Aber wie ausgemacht kommt ein junger ganz schwarzer Mischling, wir nennen ihn Blacky. Der geht überhaupt nicht mehr von uns weg und bleibt bis zur Abreise. Da geben wir der Tere € 100 Euro damit Sie den Blacky einen Chip geben lässt, Hunde mit Chip werden nicht gefangen. Vielleicht lebt unser treuer Freund noch.

Zwei weiße Red River - Labrador Mischungen. Sie sind mir schon von weitem aufgefallen. Die traben sowas von elegant daher, wie bei uns die Lipizzaner in der Wiener Hofreitschule. Zwei Meisterfischer, einer trieb den Fischschwarm direkt vor den anderen. Der fischte einen Fisch nach den anderen heraus. Leider waren sie nach zwei Wochen komplett verschwunden.

No No Island

Große Hotel Resorts gibt es auf Rarotonga nicht, es gibt kleine sehr feine Bungalowanlagen. Nur eine große Ruinenanlage steht am Ende der Muri Bucht, die steht da aber schon Jahrzehnte. Die Inselbewohner wollen selber eine Hotelanlage errichten und jeder hat dazu sein maximal mögliches Geld hergegeben, die Inselregierung hat sich über Generationen verschuldet. Es sollte eine schöne Anlage werden mit viel Arbeit für die Jugend. Leider hat den Auftrag ausgerechnet eine italienische Firma erhalten - man sagt die Mafia - die haben mit dem Bau begonnen und dann war das Geld aus immer wieder wurde Geld gefordert. Bis es den Raro Maori reichte und sie die Italiener vertrieben haben. Die Anlage besser gesagt Ruine gilt seitdem als verflucht und verfällt ziemlich stark. Für die Touristen im Bus einer der Höhepunkte bei der Rundfahrt. Sie wollen die Anlage verkaufen, alle waren schon da. Araber, Japaner, Amikaner, keiner beteiligt sich.
Denn die wollen alle direkten Strandzugang. Aber da sind die Raros stur, die Straße kommt nicht weg, wäre auch extrem schade.
homeland no sale
Auf Rarotonga kann man keinen Grund kaufen, man kann mieten oder pachten aber homeland no sale, eine kluge Entscheidung.

Paradies mit Schattenseiten

John und seine Tante Thiery sind unsere Freunde geworden. An den Abenden tauschen wir uns lange aus. Wir erzählen über Europa und die Schnelligkeit die uns alle Überfährt. Aber auch Roratonga ist nicht das Paradies. John hat 10 Jahre in Neuseeland gelebt und dort Verkleidungen für Flugzeuge produziert. Vor 5 Jahren sind sie nach Hause zurückgekehrt und haben das Haus gebaut. Nach zwei Jahren ist seine Frau mit zwei Kindern wieder nach Neuseeland zurück. Jetzt lebt John mit seinem Sohn und zwei Tanten alleine hier. Er ist Plumper auf der Insel und hat viel Arbeit damit. Alle wollen weg aus Roratonga, nach Neuseeland oder Australien. Die Thiery war 30 jahre in Australien, ihre Kinder leben alle in Australien. Sie ist jetzt im Alter wieder in Ihre Heimat zurückgekehrt. Das passiert häufig, das die älteren wieder nach Roratonga zurück kommen. Na, ja groß ist die Insel nicht gerade. Mit dem Fahrrad so 2 Stunden für die Umrundung, für den urlaub schön aber das ganze Leben?
Es gibt zur Zeit ca 8.000 Einwohner auf Rarotonaga, 20.000 sind unterwegs davon 13.000 in Neuseeland und der Rest in Australien.
Es gibt bis zu 5 Hurrikane im Monat und da schaut es danach fürchterlich aus. Leben und Feiern. Sie leben schon anders als wir Europäer es kennen. Aber sie arbeiten und verdienen Geld. Am Donnerstag wird das Geld immer ausbezahlt und dann gibt es Freitag, Samstag und Sonntag Familienfeste mit Essen und Trinken in Mengen. Die Einwohner sind nicht gerade dünn, sie essen auch sehr viel Fast Food aus Neuseeland.

Paradoxon - der Tourismus hat die Insel gerettet

Der Tourismus hat die Insel gerettet. Einmal anders, sonst hört man nur der Tourismus zerstört. Vor der Zeit der Flugzeuge war die Lebenserwartung unter 40 Jahre. Alles war laufend Naß und der Wind bläst stark auf der Insel. Jeder war praktisch Lungenkrank. Sehr, sehr viele sind bereits mit 30 jahren gestorben. Dann kam der Tourismus aus Neuseeland. Es wurden Wasserleitungen und Kanäle gebaut, es gab zum ersten Mal sauberes Wasser. Früher haben die Einwohner das Wasser aus regelrechten Kloaken getrunken, es gab kein fließendes Wasser. Heute ist die Versorgung optimal im Vergleich zu anderen Inseln.

Cooki time

Nur die Zeit tickt hier anders. Tere sagt dazu "cooki time". Du fährst einkaufen, es ist aber niemand da. Aber der Backery wohnt gleich um die Ecke. Anklopfen, ein freundliches Gesicht erscheint und alles ist kein Problem. Wir fahren einen Kühlschrank mit dem Moped, ist das ein Problem. Aber nein sagt die Tere, bei uns gibt es eh nur ein Micky Maus Polizei. Außerdem wenn sie uns einsperren macht das nichts, das Gefängnis ist offen, man kann von der Insel sowieso nicht runter. Das nächste Festland ist tausende Kilometer weg.
Wir leihen uns der Tere ihr Moped und wollen unsere Räder zum ausgemachten Termin zurückgeben. Freitag 10:00 Vormittags. Natürlich ist geschlossen, ok wir warten, es tut sich nichts. Wieder zu Hause erklärt uns Tere, nein heute geht nichts, es ist ein Begräbnis. Da ist sowieso alles geschlossen, da wird den ganzen Tag bis spät in die Nacht gefeiert. Er holt sich morgen die Räder mit dem Auto. Cooki Time.

Inhaltsübersicht Reisebericht Rarontonga

Erlebtes aus meinem Tagebuch und viele meiner eigenen Fotos. Wir hatten wunderbare Wochen auf Rarotonga, besonders schön war es durch den Familienanschluß von John und Tere Moana. Lange Gespräche mit Ihnen haben uns einen kleinen Einblick in das Leben auf der Trauminsel gegeben.

> Cook Island
> Rarontonga Island
> Die schönste Lagune auf Rarotonga
> Die Gräber für Familienfeiern