Die Gräber von Raronga

Die Gräber von John´s Vorfahren. Wobei das sehr einfache Gräber sind. Die Gräber sind mitten im Geschehen, da sitzen die Raros darauf, da wird richtig gefeiert. Die Vorfahren sind immer mit dabei.

Die Enkelkinder sollen auf unseren Gräbern feiern!

1806 kamen erste deutsche Seefahrer an, Männer und Frauen, sie wurden alle nach Streitigkeiten mit den Ureinwohnern aufgegessen. Überhaupt galten die Cookinseln lange als Kannibalenreich. Gerade deswegen waren viele Missionare hier und haben den christlichen Glauben gebracht. Es gibt 7 Religionen, wobei zwei Sektenähnliche erst seit Jahren neu dazugekommen sind und vor allem von jungen Einwanderern gepflogen werden. Die Christen sind aber mit 80% in der Überzahl. Die Raro Maoris auf der Insel sind sehr gläubig.
Eine Besonderheit haben sie sich aber erhalten und zwar ihren alten Gräberkult. Gleich neben unserer Hütte sind sehr schön und großzügig ausgeführte Gräber. Ich frage John warum nicht bei der Kirche. Er sagt erstens ist dort wenig Platz und zweitens wollen wir unsere Angehörigen auf unserem Grund begraben wo sie ja schließlich auch gelebt haben. Und drittens geht da alles sehr schnell wenn man stirbt. Bei den hohen Temperaturen werden die Toten am nächsten Tag beerdigt.
Die Gräber dienen nicht nur zur Andacht, da wird auch gegessen und gefeiert. Hier gibt es direkt neben den Gräbern Barbecues und die Leute feiern sehr ausgelassen, so mancher Großvater wünscht sich das seine Enkelkinder richtige Feste auf seinem Grab feiern. Jetzt wird aber immer weniger Platz und seit kurzem werden die Toten unter der Terasse am Haus begraben. Eine Tafel auf der Terasse erinnert an die Toten.

Am Sonntag in der Kirche

Wir gehen mit unseren Schweizer Nachbarn in die Kirche. Wer ist um 09:00 nicht da, die Schweizer. Ihre Uhr ist falsch gegangen. Schweizer Uhren sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. Vor der Kirche versammeln sich schon die Raros aller Altersgruppen. Mir fällt auf das sehr viele Jugendliche in der Kirche sind. Sie sitzen vorher auf den Gräbern vor der Kirche.
Die Kirche ist innen einfach, die Menschen einfach gekleidet. Es ist wie in der gesamten Südsee üblich eine sehr laute Kirche, es wird geredet und gesungen. Das schönste ist aber wie immer die herrlichen Südseelieder in der Kirche. Diese wunderbaren unverkennlichen hohen Südseeklänge richtig laut von so vielen Menschen gesungen. Das geht wirklich unter die Haut und gehört wohl zu den bewegendsten Momenten unserer Reise.

Inhaltsübersicht Reisebericht Rarontonga

Erlebtes aus meinem Tagebuch und viele meiner eigenen Fotos. Wir hatten wunderbare Wochen auf Rarotonga, besonders schön war es durch den Familienanschluß von John und Tere Moana. Lange Gespräche mit Ihnen haben uns einen kleinen Einblick in das Leben auf der Trauminsel gegeben.

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